Die Aktivierung des Adductor longus bei verschiedenen Übungsformen und mögliche Konsequenzen für die Prävention und Rehabilitation von Adduktorenverletzungen im Sport

Max. EMG-Aktivität des Adductor longus

Serner et al. untersuchten an 40 gesunden Fußballern die EMG-Aktivität des Adductor longus bei 8 Übungsformen mit dem Schwerpunkt „Adduktoren“ (s. 2. Slide). Bei der Adduktoren-Maschine und der Hüftadduktion gegen ein Tube wurde dabei mit dem 10 Wiederholungsmaximum getestet Als dominantes Bein diente dabei das jeweilige Schussbein.

Im Ergebnis zeigten sich erwartungsgemäß sehr unterschiedliche Aktivierungslevel, wobei zwischen den TOP 5 Übungen der höchsten Aktivierung keine signifikanten Unterschiede auf der dominanten Seite bestanden.

Aufgrund der exzentrischen Kontraktionskomponente und der hohen Übungsintensität sehen die Autoren insbesondere die „Copenhagen Adduction“ und die „Hüftadduktion gegen das Tube“ als für die Prävention und Rehabilitation von Leistenverletzungen geeignete Übungsformen an.

Insgesamt helfen diese Ergebnisse dabei, ein graduelles Trainings- und Belastungsprogramm des Adductor longus in Abhängigkeit von der jeweiligen Präventions- und Rehabilitationsphase zu entwickeln.

Literaturangaben

Primärquelle: Serner et al. (2014) EMG evaluation of hip adduction exercises for soccer players: implications for exercise selection in prevention and treatment of groin injuries.

error: Dieser Inhalt ist geschützt.