Sportbezogene Verletzungen – Sportbezogene Schmerzen

Schmerz oder Verletzung? Warum die Unterscheidung in der Bewegungs- und Sportmedizin wichtig ist!

  1. Schmerz” und “Verletzung” sind keine Synonyme und sollten auch nicht als solche angesehen werden!
  2. Schmerzen im Sport können sonst fälschlicherweise als Zeichen einer Verletzung angesehen werden, was die Leistung negativ beeinflussen kann.
  3. Wenn man alle Schmerzen als Resultat einer Verletzung betrachtet, dann führt das dazu, dass psychologische und soziale Faktoren für den Return-to-Sport als wenig relevant angesehen werden.
  4. Sportlern (und natürlich auch Nichtsportlern), denen man erzählt, Schmerz sei per se Ausdruck einer Verletzung, werden oft strukturell überdiagnostiziert und überbehandelt.
    Wenn man Schmerz als Resultat einer bislang nicht gefundenen strukturellen Verletzung versteht, dann führt das zu Ängsten, Angstvermeidungsverhalten, Katastrophisieren und Furcht vor einer Wiederverletzung. Sportbezogene Verletzungen und sportbezogene Schmerzen sind dabei in vielen Fällen nicht dichotom zu verstehen, sondern eher als ein Spektrum, das sowohl Aspekte einer Verletzung (z.B. Zustand nach einer VKB-Ruptur) als auch Aspekte eines aktivitätsabhängigen Schmerzproblems (z.B. patellofemorale Schmerzen) umfassen kann. Bei SPORTBEZOGENEN VERLETZUNGEN (klinischer Verdacht auf eine Schädigung der körperlichen Strukturen) sollte man bedenken:
  • Offensichtliche Anzeichen für eine Gewebeschädigung liegen oft nicht vor (es sei denn, es handelt sich um eine akute Verletzung, z. B. eine Fraktur), und beim ersten Kontakt mit dem Patienten gibt es oft nur begrenzten Zugang zu bildgebenden Verfahren.
  • Starke, klinische Indikatoren für eine Verletzung bestehen, wenn Folgendes vorliegt: Objektive körperliche Beeinträchtigung, klarer und relevanter Verletzungsmechanismus, Anzeichen einer Entzündung
  • Die Berücksichtigung degenerativer Veränderungen im Zusammenhang mit altersbedingten Veränderungen (bei asymptomatischen Sportlern) ist wichtigAnalog gilt für SPORTBEZOGENE SCHMERZEN (muskuloskelettale Schmerzen, die im Zusammenhang mit sportlichen Aktivitäten zu Behinderungen führen): Schmerz ist definiert, als „eine unangenehme sensorische und emotionale Erfahrung, die mit einer tatsächlichen oder potentiellen Gewebeschädigung in Zusammenhang steht oder einer solchen ähnelt“.
  • Es ist wichtig zu beachten, dass in klinischer Hinsicht Schmerzen immer von Patienten angegeben werden und dass Schmerzen auch ohne eine eindeutige Verletzung bestehen können.

Sportbezogene Verletzungen

Klinischer Verdacht auf eine Schädigung der körperlichen Strukturen.

Offensichtliche Anzeichen für eine Gewebeschädigung liegen oft nicht vor (es sei denn, es handelt sich um eine akute Verletzung, z. B. eine Fraktur), und beim ersten Kontakt mit dem Patienten gibt es oft nur begrenzten Zugang zu Röntgenaufnahmen.

Starke, klinische Indikatoren für eine Verletzung bestehen, wenn Folgendes vorliegt: Objektive körperliche Beeinträchtigung, klarer und relevanter Verletzungsmechanismus, Anzeichen einer Entzündung

Die Berücksichtigung degenerativer Veränderungen im Zusammenhang mit altersbedingten Veränderungen (bei asymptomatischen Sportlern) ist wichtig.

Sportbezogene Schmerzen

Muskuloskelettale Schmerzen, die im Zusammenhang mit sportlichen Aktivitäten zu Behinderungen führen.

Schmerz ist definiert, als „eine unangenehme sensorische und emotionale Erfahrung, die mit einer tatsächlichen oder potentiellen Gewebeschädigung in Zusammenhang steht oder einer solchen ähnelt“.

Es ist wichtig zu beachten, dass in klinischer Hinsicht Schmerzen immer von Patienten angegeben werden und dass Schmerzen auch ohne eine eindeutige Verletzung bestehen können.

Literaturangaben

Primärquelle: Hoegh et al. (2022) Infographic. Pain or injury? Why differentiation matters in exercise and sports medicine.

error: Dieser Inhalt ist geschützt.