Startseite Netzwerken Fachliche Themen Bestimmung der Trainingsart

  • Bestimmung der Trainingsart

    Veröffentlich von Lisa Huppertz on 11. September 2023 at 12:04

    Hallo zusammen,

    zum Thema Krafttraining in der Reha habe ich ein paar Fragen:
    Um die Art des Krafttrainings auszuwählen (Kraftausdauer, Hypertrophie etc.) brauche ich doch eigentlich das 1RM, richtig?
    Aber…
    1. Wie kann ich das 1RM auf der betroffenen (konservativ und operativ) Seite bestimmen? Da macht mir die Wundheilung doch einen Strich durch die Rechnung oder?
    2. Oder kann ich von der schaffbaren Wiederholungszahl auf die Trainingsart Rückschlüsse ziehen? Also wenn mein Patient auf der betroffenen Seite nach Knie-TEP “nur” 8-10 Wiederholungen schafft, arbeitet er dann im Hypertrophiebereich? Oder ist der Umkehrschluss von schaffbaren Wiederholungen auf die Trainingsart falsch?
    3. Oder kann ich mir das 1RM der nicht betroffenen Seite als Referenzwert nehmen und davon ausgehend die Trainingsintensität für die betroffene Seite bestimmen?

    Vielen Dank schonmal für eure Mühe 🙂

    Tobias Saueressig hat geantwortet vor 8 months, 2 weeks aktiv. 2 Mitglieder · 1 Antwort
  • 1 Antwort
  • Tobias Saueressig

    Mitglied
    11. September 2023 at 13:30

    Hallo Lisa,

    zu: 1: Man kann immer versuchen das 1 RM zu bestimmen. Sollten aber Schmerz/Irritierbarkeit im Vordergrund stehen, ist kein direkter Übertrag auf das tatsächliche Kraftpotenzial möglich.

    zu: 2: man kann dann von einem guten Zusammenhang zwischen RM und einem Trainingsbereich ausgehen, wenn die Motivation des Patienten gegeben ist und die Irritierbarkeit nicht im Vordergrund steht. Ein direkter Zusammenhang zu einer prozentualen Intensität besteht nicht (sicher ist nur: 1 RM = entspricht 100%). Ansonsten ist die prozentuale Intensität von vielen Einflussfaktoren abhängig (z. B. Faserbesatz). Bzw. der Zusammenhang von prozentualer Intensität und dem RM.

    zu 3: der Übertrag von der gesunden Seite ist mit Abstrichen beim Gesunden möglich. Allerdings sind physiologische Seitendifferenzen zu beachten. Der Übertrag macht aber nur dann Sinn, wenn auf der betroffenen Seite NICHT eine hohe Irritierbarkeit vorliegt (dann gehts ja auch nicht…….)


    LG Tobias

Log in to reply.